Es ist ein in seiner verqueren Logik folgerichtiger Schrittt und es war eigentlich nur eine Frage der Zeit:

Guerilla-Marketing der israelischen Armee...?

Guerilla-Marketing der israelischen Armee...?

Jetzt hat also der “Information Warfare”, der Krieg um die Aufmerksamkeit in den Medien auch den echten Krieg erreicht – oder vielmehr: umgekehrt!
Die israelische Armee beschäftigt seit neuestem eine PR-Agentur, die das Image der Armee aufpolieren soll. Und das macht diese mit Guerilla-Methoden: Stellt Videos auf YouTube ein (und zwar nur diejenigen, die zeigen, wie sauber und zielgenau irgendwelche Ziele der Feinde mit Raketen ausradiert werden – sowas kennen wir von amerikanischer Seite aus dem Irak-Krieg), der israelische Konsul in New York twittert über den Krieg in Israel, 4200 Luftballons steigen über New York auf und sorgen für Aufmerksamkeit und vier Spione Israels haben kürzlich ein Blog eröffnet.

Wir wollen Israel zu einer Marke machen.

So äußerte sich jemand aus der beauftragten Agentur. Tja. Naja…
Dazu gehört übrigens auch das Schaulaufen nackter Israelischer Soldaten in der Zeitschrift MAXIM – Soldaten-Models. Tja. Naja…
Ich will hier weder für oder gegen jemanden Partei ergreifen und mich schon gleich gar nicht in den Konflikt einmischen und mich auf irgend jemandes Seite stellen. Aber um es mal zynisch zu formulieren: Die Tatsache, dass sich nun Armeen der neuen Social Media annehmen zeigt wohl, dass sie etabliert sind!
Im Übrigen wurden natürlich alle Medien immer recht bald mißbraucht, was nicht dazu verführen sollte, das Medium an sich zu verurteilen. Es ist und bleibt in der Hand der Nutzer, das Medium mit dem richtigen Sinn zu erfüllen. Nur weil ein Kinderschänder das Telefon nutzt, kann man nicht das Telefonieren als solches verbieten… So liegt es also an uns allen, derlei Mißbrauch der Medien zu bestrafen. Und zwar mit Nichtbeachtung! Denn eigentlich geht es ja um Aufmerksamkeit: Die Agentur will Aufmerksamkeit erregen. Und das sollten wir ihr nicht gönnen. Links liegen lassen, ignorieren, nicht ansurfen – das sollten wir tun bei solchen Ansätzen, die neuen Medien für zweifelhafte Zwecke nutzen zu wollen!