Disruptive Marketing: Viel Aufmerksamkeit - wenig Etat!

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Auf dem Weg zur CO2-Neutralität

Das Thema CO2-Emmissionen treibt auch mich um: Für meine Speakings, Seminare und Beratungen bin ich sehr viel in Deutschland und Europa unterwegs. Reisen gehört zum Business, das ist nun mal so…

Damit meine Reisen aber künftig zumindest CO2-neutral stattfinden, habe ich folgende Schritte im privaten und geschäftlichen Sektor eingeleitet:

  1. Flüge werden grundsätzlich vermieden!
    Innerhalb Deutschlands sowieso grundsätzlich. Ganz ehrlich: Der Flug von Nürnberg nach Hamburg dauert runde 1:10h. Rechne ich Anfahrt, frühzeitiges Erscheinen für die Sicherheitskontrolle mit ein, muss ich insgesamt 3,5 bis 4 h rechnen. Für Berlin gilt in etwa dasselbe, wobei es hier seit kurzem eine Zugverbindung gibt, die die Strecke in 3,5 h schafft. Grandios!
    Hinzu kommt noch, dass die Flughäfen in der Regel weit außerhalb des Stadtzentrums liegen und es deshalb nochmal etwas hinzu zu rechnen gilt für die Fahrt ins Zentrum.
    Grundproblem dabei: Die Produktivitätskurve beim Fliegen ist völlig anders und komplett zerhackt – beim Zug steige ich ein, fange an zu arbeiten und kann die komplette Fahrt über produktiv nutzen:

    Rechne ich also die produktiv nutzbare Zeit für mich, gewinnt der Zug eindeutig. Selbst bei längerer Fahrzeit!
    (mal ganz abgesehen von der Umweltfreundlichkeit des Zugfahrens…)
  2. Flüge innerhalb Europa werden nur dann genommen, wenn es wirklich keine vernünftige Zugalternative gibt!
    Wobei es auch hier zu berücksichtigen gilt, dass es ja so etwas wie Nachtzüge mit Schlafabteilen gibt.
    Ein Test kürzlich hat allerdings die Grenzen aufgezeigt: Für die Strecke Nürnberg-Bari gibt es keine wirkliche Alternative mit dem Zug (~ 33 h Fahrzeit) zum Flieger (~1,5 h).
  3. Wenn Flüge genommen werden müssen, wird dafür ein CO2-Ausgleich getätigt!
    Im Beispiel Bari kürzlich waren das runde 30 €. Nur als Orientierung…
  4. Bevorzugtes Verkehrsmittel sollte immer der Zug sein!
    …weil in Deutschland zumindest 100% Ökostrom.
  5. Unvermeidliche individuelle Autofahrten werden mit einem CO2-Ausgleich neutralisiert!
    Das ist zwar nicht unbedingt der Königsweg – aber nun mal besser als gar nichts! Ich nutze dazu die DKV CLIMATE CARD. Sie bietet zwei Vorteile:
    1.: Die Tankrechnungen werden gesammelt und einmal monatlich zusammengefasst an mich gesendet. Da freut isch die Buchhaltung, dass nicht jeeder Tankvorgang einzeln gebucht werden muss!
    2.: Pro getanktem Liter werden automatisch einige Cent zusätzlich auf die Rechnung aufgebucht und an myclimate für Klimaschutzprojekte überwiesen.
    Ich finde das sehr praktisch, weil man einfach ein bißchen mehr zahlt, ohne es wirklich zu spüren, sich aber um nichts kümmern muss, weil es automatisch im Hintergrund abläuft…

Nicht zu reisen ist immer noch die Beste weil umweltfreundlichste Alternative – allerdings klappt das eben nicht wirklich in diesem Business. Deshalb erscheint mir dieser Weg der Ausgleichszertifikate augenblicklich der einzig vernünftige, mit dem ich einen kleinen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz beitragen kann…

(foto:depositphotos.com)