Disruptive Marketing: Viel Aufmerksamkeit - wenig Etat!

Unternehmer, zieht die Köpfe ein, The Point kommt…!

Unternehmer, zieht die Köpfe ein, The Point kommt…!

Wenn das Schule macht, haben viele Unternehmen künftig ein Problem:Make something happen: The Point

The Point ist vor einiger Zeit in Amerika gestartet und hat sich aufgemacht, dem Web 2.0 eine ganz neue Dimension hinzuzufügen.
Man kennt Einkaufsgemeinschaften, man kennt Verbraucher-Communities – aber The Point bündelt jetzt die Macht der Verbraucher auf ganz andere Art: Make something happen ist der Slogan und man registriert sich bei The Point um z.B.: Mitstreiter für eine Kampagne gegen ein Unternehmen zu finden:

Exxon Mobil Corporation must lower gas prices or else we will stop buying gas if 20,000,000 people join

Wenn also 20 Millionen Esso-Kunden mit einstimmen und sich registrieren lassen, dann muss Esso die Preise senken oder das Unternehmen wird boykottiert…
Nun sind 20 Millionen Kunden eine stattliche Anzahl, aber kleinere Firmen haben in Amerika bereits die ersten Probleme:

Ipowerweb, Inc (919 E Jefferson St Phoenix,AZ) must cease transition mandate/improve customer support or else we will boycott IPower and initiate class action lawsuit if 20 people join

Die kleine Firma in Phoenix, Arizona muss bereits mit 30 boykottierenden Kunden umgehen, da sie den Kundenservice nicht verbessert hat. Für ein lokal operierendes Unternehmen können 30 Kunden weniger schon zum Problem werden…

Vielleicht wird also The Point nicht wirklich die Weltrevolution gegen Mega-Unternehmen bewirken, aber auf lokaler oder regionaler Ebene läßt sich unter Umständen da doch einiges bewirken.

Und wenn die Bewegung erst mal ins Rollen gekommen ist und die Verbraucher merken, dass sie die Macht besitzen, sich zusammen zu tun und sich gegen ein Unternehmen zu verbünden, dann dürfte sich so manche Firma in stürmischen Gewässern wiederfinden. Da hilft dann auch keine PR-Arbeit mehr und auch keine pfiffige Guerilla-Marketing-Aktion kann das angeschlagene Image dann nicht so einfach wieder herstellen.

Web 2.0 bleibt also weiterhin spannend!